ein Beitrag von Adelheid Merkl

Besonders jetzt, als wir alle im Lock down lebten  wurde mir noch mehr bewusst, wie wichtig der Balkon ist. Der Balkon war und ist mein Weg ins Freie, er ist mein erweitertes Wohnzimmer, er ist mein Ersatzgarten. Mittlerweile unvorstellbar keinen zu haben, denn auch das kenne ich als ich noch mitten in der Stadt, in einem wunderschönen Jugendstilhaus ohne Balkon, lebte.

Es war Anfang des 20. Jahrhunderts, als der Balkon allmählich zu einer Erweiterung des Innenraums wurde. Auch den Begriff Balkonien gibt es ebenfalls seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich ist er von Berlin ausgegangen. Auf Balkonien wachsen zwar keine südländischen Palmen aber mediterrane Kräuter und viele andere Pflanzen und braun werden kann man auch.

Hier eine Auswahl meiner Pflanzen:

Mein prachtvoller Spitzwegerich, diesen brauche ich in erster Linie für Hustensirup oder bei Insektenstichen.

Lavendel in Gemeinschaft mit einer weißen Rosa rugosa/Kartoffelrose, diese riecht wunderbar und entwickelt schöne große Hagebutten.

Als Windschutz Brombeeren, die sich im 2. Jahr bereits schön ranken, ebenfalls wächst im Trog Anis-Ysop, der ein Insektenmagnet ist. Die wunderschönen ährenförmigen Blüten erinnern farblich an Lavendel und das Kraut geschmacklich an Lakritze.

 

Hier noch die zweite Kartoffelrose in rosa in Kombination mit kleinen Glockenblumen. Rechts im Topf ist Pfefferminze, die völlig unkompliziert jedes Jahr wieder kommt.

Im Vordergrund hier der blühende Salbei neben den vielen Tomatenpflanzen, die bereits ausgepflanzt wurden.

Salat wächst am Balkon wunderbar, ich habe das ganze Jahr hindurch welchen, zur Zeit sind es Lollo rosso und Ruccola.